I Zefiretti

Beate Hariades            

Sopran/ Traversflöte

Nicholas Hariades      

Altus

Regina Frank                

Cetra Nova/ Theorbe

Susanne Kaiser          

Barockharfe

 

Das Ensemble I Zefiretti  widmet sich verschiedenen Werken aus der Renaissance und Barockzeit. Der Begriff Zefiretti - übersetzt "Frühlingslüftchen" - wurde sehr gerne von Komponisten und Dichtern der Barockzeit als Methapher für das Erwecken von Liebesgefühlen besungen.

In ihrer ungewöhnlichen Besetzung wollen die vier ihrem Namen nicht nur durch stilgerechte Aufführungspraxis, sondern auch bewusst durch jugendliche Frische und Leichtigkeit gerecht werden und damit den modernen Hörer nahe bringen.

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Informationen zum Ensemble I Zefiretti
Informationen zum Ensemble I Zefiretti.p
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Hörbeispiel: J. Dowland - Now, o now, I needs must part
Beate Hariades (Sopran), Regina Frank (Cetra Nova) und Susanne Kaiser (Barockharfe)
12 Titel 12.m4a.mp4
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Hörbeispiel: G. F. Händel - Mi palpita il cor
Nicholas Hariades (Altus), Beate Hariades (Traversflöte), Regina Frank (Cetra Nova) und Moritz Demer (Barockharfe)
Händel - Altarie mit Flöte und B.C..mp3
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Videoausschnitt: M. Blavet - aus Sonata 4: Adagio
Beate Hariades (Traversflöte), Regina Frank (Cetra Nova) und Susanne Kaiser (Barockharfe)
9fb5b29c-0562-4b62-9679-b64f62be310c.MP4
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Pressestimmen

Aus der "Moosburger Zeitung" vom 4. 11.2019 von Niko Firnkees

Hochwertig und abwechslungsreich

"I Zefiretti" musizierten in der Matinee zur Marktzeit im Kastulusmünster

 

Milde Winde und ein neues Instrument empfingen die zahlreichen Besucher der "Matinee zur Marktzeit" am Samstag um 12.05 Uhr im Kastulusmünster. "I Zefiretti" konzertierten mit einem französisch-sächsischen Programm mit einem englischen Ein- und Ausgang.

 

Händels "Süße Stille, sanfte Quelle" eröffnete das Konzert. Der Sopranistin Beate Hariades gelang es, den schlichten Duktus des Werks schnörkellos und natürlich wiederzugeben. Ganz im Sinne Händels war hier nichts italienisch-opernhaft affektiert, sondern von einer gewissen kammermusikalischen Intimität geprägt. Ihre große stimmliche Wandlungsfähigkeit bewies sie später bei einer Arie von André Camera, als sie mit ihren Koloraturen das affektive Moment eines Kastraten nachvollzog. Kaum zu glauben, dass das zweimal die gleiche Sängerin war. 

 

Beeindruckendes Zusammenspiel

Hariades konnte anschließend auf der hölzernen Querflöte bei Michel Blavets virtuosen Allegro glänzen. Beeindruckend auch das kammermusikalische Zusammenspiel, das wechselseitige Geben und Nehmen zusammen mit der Barockharfenistin Susanne Kaiser und Regina Frank. Letztere spielte eine Petra nova. Das "nova" bezieht sich durchaus auf die Jetzt-Zeit: es handelt sich im Prinzip um eine Zither mit längeren Saiten und einem größeren Resonanzkasten. Das führte zu einem Klang, der eher, der Laute glich. Eine ausgesprochenen interessante Kombination, ein modernes Instrument mit historischer Aufführungspraxis inklusive einer historisch tieferen Stimmung zu verknüpfen. Hier ließ das Trio große Sorgfalt walten. Sehr gut kam das Instrument auch in Silvius Leopold Weiss "Largo". Der Dresdner Hofmusiker hatte als Spezialist der Laute gegolten.

Die kammermusikalischen Qualitäten als Saiten-Duotraten in Händels C-Dur Chaconne zutage. Die Entwicklung der einzelnen Teile erfolgte stringent, im Moll-Teil kontrastierte Wehmut mit schluchzenden, von der großen Terz herabsteigenden kleinen Terzen die forcierte Anlage der anderen Teile.

Ian Dismas Zelenka frühklassisches "Huc coeli principes" war das einzige geistliche Werk der Matinee. Die Komposition des Wahl-Dresdners führte am Ende des hochwertigen und abwechslungsreichen Konzerts zurück zur Schlichtheit Händels. Mit einer englischen Zugabe aus dem Purcell-Umfeld gab´s in der Overtime quasi einen Brexit.

Aus „Der Neue Tag“ vom 2.7.2013 von Paul Zrenner
Rare Qualität und echte Begeisterung


Das Ensemble "I Zefiretti" im Bibliothekssaal des Klosters Waldsassen mit Musik aus Renaissance und Barock


Das Ensemble "I Zefiretti" mit Moritz Demer, Nicholas Hariades, Beate Hariades und Regina Frank gab im Bibliothekssaal des Klosters Waldsassen ein imposantes Konzert.
Konzerterlebnisse im Bibliothekssaal des Klosters sind immer eine Besonderheit. Kein Wunder, dass der Waldsassener Kammermusikkreis als Veranstalter für das Gastspiel des Ensembles "I Zefiretti" am Sonntag "ausverkauft" melden durfte. Wer sich frühzeitig um Karten für das - aus statischen Gründen - begrenzte Sitzplatzangebot in dem besonderen Raum gekümmert hatte, erlebte einen besonderen Nachmittag mit Musik aus der Renaissance und dem Barock in einer in der Region eher selten zu hörenden Qualität. Unspektakulär und eher leise begann das Konzert - mit zarten Saitenklängen: Moritz Demer an der Harfe und Regina Frank (Zither) aus Neualbenreuth - Musiklehrerin unter anderem an der Musikschule des Landkreises Tirschenreuth - eröffneten mit einem Stück von Claudio Monteverdi. Zum Saitenspiel mit einem immer wiederkehrenden Thema dann das erste Überraschungsmoment beim Einsatz der Gesangssolisten.


Hörbare Spielfreude
Der weiche Sopran von Beate Hariades und der kraftvolle Altus von Countertenor Nicholas Hariades boten mit dem wechselseitigen Gesang einen Vorgeschmack auf das weitere Programm, das vor allem alten Meistern gewidmet war: Zu hören waren Werke von Georg Friedrich Händel oder auch von Johann Hieronymus Kapsberger - einem italienischen Komponisten und Lautenisten deutscher Abstammung. Bei dem Lautenkonzert von Silvius Leopold Weiss wurde die Spielfreude der beiden Künstler an den Instrumenten hörbar, die sich wunderbar ergänzten. Im ersten Teil dominierten vor allem die beiden Saiteninstrumente, wobei Regina Frank zwischendurch auch zur Theorbe griff - eine Lauteninstrument mit 14 Saiten. Beate Hariades begleitete einen Teil der Stücke mit der Traversflöte und interpretierte den Allegro-Satz aus der Händel-Sonate in F-Dur Siciliana mit virtuosem Spiel. Nach der Pause bildete der Gesang den Schwerpunkt: Hier wurden die Stärken der Solisten besonders hörbar.


Höchste Stimmhöhen
Countertenor Nicholas Hariades, in London geboren, beeindruckten mit seiner kraftvollen Altstimme in einer hohen Stimmlage, wie sie normalerweise nur Frauen zu interpretieren vermögen. Der weiche Sopran dazu bildete einen klangvollen und angenehm harmonischen Kontrast. Besonders deutlich wurde dies im Programmblock mit Kompositionen von John Dowland: Beim bekannten "Come again" sangen beide Solisten die vier Strophen abwechselnd. Die Titel von Henry Purcell interpretierte das Paar zum Teil im Duett. Viel Applaus belohnte am Ende das Ensemble, das zwei Zugaben gewährte.