La Meiga Rubia

Beate Hariades            

Sopran/ Renaissancetraversflöte

Stefanie Pritzlaff         

Renaissanceblockflöten/ -traversflöten

Regina Frank                

Zither

 

Das Ensemble La Meiga Rubia hat sich besonders auf die Musik der Renaissance spezialisiert. Ständig auf der Suche nach Neuem im Alten interpretieren sie die facettenreiche Musik einer Zeit, in der der Mensch als Einzelperson und schöpferisches Individium  sich ganz dem Erfinden und Entdecken hingab, er´neu`t.

 

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Informationen zum Ensemble La Meiga Rubia
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Hörbeispiel: P. Attaingnant - Tourdion
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Pressestimmen

Aus der "Augsburger Allgemeinen" vom 20.08.2014

von Manuela Rieger

 

So klingt eine sinnliche Epoche - Das Trio La Meiga Rubia lässt jedes Stück zur lebendigen Szene werden

 

Welche eine Zeit des Aufbruchs! Neue Entdeckungen und Erfindungen, neues Denken und neues musikalisches Verständnis ließen das Zeitalter der Renaissance nach den dunklen Tagen des Mittelalters hell und frei erscheinen. Mit dieser Epoche großer Umbrüche beschäftigte sich der Konzertabend mit dem Trio La Meiga Rubia in der Friedberger Wallfahrtskirche Hergottsruh. Ungewohnte Klänge, eindringlich und einfühlsam interpretiert, entführten das Publikum zurück zu Werken, die heute nur noch selten Interpreten finden.

Die Mitglieder des Trios La Meiga Rubia, Stefane Pritzlaff (Renaissancetravers- und Blockflöten), Beate Hariades (Sopran, Renaissancetraversflöten) und Regina Frank (Zither) fanden eine stattliche Anzahl interessierter Zuhörer vor. Die Musikerinnen hatten eine Fülle von Flöten mitgebracht. Damit und mit ihrem Gesang ging es zurück in die Frühzeit abendländischer Musik. Die Interpretinnen wussten mit immer neuen Kominationen, die bunte Vielfalt mittelalterlichen Musizierens zu verwirklichen.

Von William Byrd, Thomas Tallis, Gregor Aichinger über Caspar Othmayr und viele anderen spannte sich der Bogen. Da drückte sich die ganz frühe Mehrstimmigkeit in Psalterliedchen aus: Einer der großen Komponisten dieser Epoche hieß Jakobus Clemens und seine Popularität muss so groß gewesen sein, dass er den Beinamen "non papa" verliehen bekam. Oder das Trio widmete sich Heinrich Finck, dem ersten deutschen Großmeister der Musik. Sprache und Musik werden in der sinnlichen Erfahrung der Aufführung verklammert; die wunderschöne Polyfonie des zu Unrecht aufgeführten Heinrich Finckwurde erlebbar. Eine kluge Auswahl der Musikstücke in Kombination mit unaufdringlichen aber wirksamen szenischen Eingriffen, - mal von der Empore, mal durch das Kirchenschiff gehend - ergöglichte ein intensives und konzentriertes Musikerlebnis. Dass es auch in der Renaissance Stücke für Soloinstrumente gab, demonstrierte Regina Frank mit zwei Werken von Georg Leopold Fuhrmann und Hans Neusiedler. Meisterlich figurierte sie mit der Zither die Musik und balancierte in fein ziselierter Transparenz. Die Zitherspielerin bot aber auch eine kongeniale Begleitung der Flöten und des Soprans Beate Hariades. (...)

Jedes Stück wurde zur lebendigen Szene, zur ganz eigenen Geschichte, die oft nur ein oder zwei Minuten dauerte, aber ungeheuer reich war an Ausdruck und Atmosphäre. Dann war der letzte Ton verklungen und es brandete Jubel auf. Die begeisterten Zuhörer spendeten beifallsfreudig langen Applaus.

Unter dem Titel "Alles jauchzet, alles lacht" ließ das Trio "La Meiga Rubia" in der Kirche St. Wilgefortis (in Neufahrn) Österliches und Frühlingshaftes erklingen. Handverlesene Stücke, denen das Trio mit Traversflöte mit Blockflöte und Zither hoch konzentriert und kunstvoll Ausdruck verlieh. Beate Hariades, ihres Zeichens Sopranistin und als solche im Jahr 2011 Kulturförderpreisträgerin der Stadt Freising, wusste das Publikum zudem mit ihrer hellen, kristallklaren und durchdringenden Stimme zu verwöhnen und zu begeistern. Die drei Musikerinnen schafften mit ihren einfühlsamen, sehr harmonisch und versiert vorgetragenen Beispielen, österreichischer Literatur, eine Atmosphäre des Friedens und der Eintracht. 

Zu den Glanzstücken des Ensembles zählte zweifelsohne ein Auszug aus dem Osteroratorium von Johann Sebastian Bach, bei dem Hariades zu "Seele, Deine Spezereien" ihre kraftvolle, hoch gebildete Stimme erhob. Ein Organ, das mühelos den Raum füllte und bis in die letzten Winkel vordrang. Meisterhaft wurde sie dabei von Flötistin Stefanie Pritzlaff und Zitherspielerin Regina Frank begleitet. Ein Dreiklang von großer Strahlkraft und bewundenswerter Leichtigkeit. (Freisinger Tagblatt vom 8. Mai 2014 - Alexander Fischer)