Saitenmusik Neualbenreuth

Barbara Kleber               

Geige/ Gesang

Regina Frank                   

Zither/ Gesang

Stephanie Schicker      

Gitarre/ Gesang

Franz Heinrich               

Kontrabass

 

Die vier Oberpfälzer lernten sich in unterschiedlichen klassischen Projekten kennen und musizieren seit 2010 als Saitenmusik Neualbenreuth zusammen. Neben Volksmusikstückeln aus dem Alpenraum finden sich Stücke aus dem Egerland und der nördlichen Oberpfalz, die sie für ihre Besetzung einrichten. Neben dem instrumentalen Zusammenspiel pflegen sie auch den Dreigesang.  Die vier Musikanten sind bei verschiedenen Anlässen in der nördlichen Oberpfalz, in Franken und in Tschechien zu hören.

2013 erhielt die Saitenmusik den Volksmusik-Wanderpreis "Zwieseler Fink".

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Hörbeispiel: Volksmusik aus dem Stiftland - Der schöne Karl
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Pressestimmen

"Zwieseler Fink" geht erneut in die Oberpfalz

 

Der "Zwiesler Fink", einer der begehrtesten Volksmusikpreise in Bayern, geht heuer erneut in die Oberpfalz: Die "Saitenmusik Neualbenreuth" hat am Wochenende (2./3.11.2013) den Wettbewerb gewonnen. Sieben Volksmusikgruppen aus Niederbayern und der Oberpfalz hatten sich diesmal zum "Zwieseler Fink" beworben.

Die "Saitenmusik Neualbenreuth", ein Quartett aus drei Lehrerinnen und einem Geo-Ökologen aus Neualbenreuth (Landkreis Tirschenreuth), spielt mit Geige, Zither, Gitarre, Kontrabaß salonmusikartig klingende Stücke. Bemerkenswert sei, so begründete Roland Pongratz die Entscheidung der Jury, dass bei den Auftritten der "Saitenmusik Neualbenreuth" im Publikum "Stecknadelstille" herrsche und man aber gleichzeitig am liebsten sofort lostanzen möchte. (Renate Roßberger - BR Nachrichten)

Aus "Der neue Tag" Schwandorf vom 23. 9. 2014

Klassik im neuen Gewand

 

Das Gewölbe im alten Pfarrhof bot das passende Ambiente für die "Neualbenreuther Saitenmusik". Das Ensemble spielte in der Veranstaltungsreihe des Kulturforums Wernberg und brachte eine ungewöhnliche musikalische Kombination zu Gehör. Der Raum in der Kaffee-Rösterei von Leo Bäumler war voller Zuhörer, als das erste Stück begann. Eigentlich war das "Divertimento D - Dur " KV 136 von Wolfgang Amadeus Mozart als Streichermusik konzipiert, die beiden gespielten Sätze überzeugten aber ebenfalls in der Besetzung von Barbara Bauer (Violine), Regina Frank (Zither), Stephanie Manske (Gitarre) und Franz Heinrich (Kontrabass). Das lag am gekonnten Eingehen der Musiker, die bereits mit dem Volksmusikpreis "Zwieseler Fink" geehrt wurden, auf die thematischen und melodiösen Ideen Mozarts auch in einem anderen Klangbild. 

 

Sehr hörenswert

Dass Stephanie Manske dabei auf einer Oktavgitarre spielte, bewirkte darüber hinaus eine ähnliche Tonhöhe wie die Geige. Auch die anderen Werke aus dem klassischen Bereich waren in dieser Besetzung sehr hörenswert, ob es sich nun um eine "Chaconne" von Henry Purcell, zwei Sätze aus einem Lautenkonzert von Carl Kohaut oder aus einer Sonate von Valentin Roeser handelte. Bei Roeser kam die große Gitarre zum Einsatz und passte nahtlos in die Stimmung der Musik. Krönender Abschluss dieser Reihe war "Liebesleid" von Fritz Kreisler, dessen melancholische Melodie bei der Geigerin und dem Ensemble in besten Händen war. 

Schon vor der Pause wurden zwischen den Musikstücken kurze Verse von Harald Grill und Hans Carl Artmann in Oberpfälzer Mundart vorgetragen. Wobei "Ollas kon ma ned hom" von Grill thematisch wunderbar zu Kreisler passte. Nach der Pause war die Musik noch näher bei den Gedichten. Der "Baamkraxler" ging energisch zu Werk, "Bei der Haslstaud'" gab es Töne mit Sentiment, aber nicht sentimental. Das Lied "Woiß a Bankl" sangen die drei Sängerinnen mit feinen Stimmen, wobei die Spielerin der Zither eine Doppelbelastung absolvierte, während der Kontrabassist einen unerschütterlichen Rhythmus dazu gab. Später, beim Lied "As letzte Blaadl", sangen die Frauen wieder, die Begleitung absolvierten Gitarre und Kontrabass, die Zwischenspiele vollbrachte die Geige. Vielseitig waren die Musikerinnen also in verblüffendem Maße! 

Und die intensive Darstellung von volkstümlichen Liedern reißt auch einen Klassikliebhaber mit, ob jetzt vom "Holzwirt Boarischer" musikalisch berichtet wird oder "Steyrische Tänze" von Joseph Lanner auf musikalische Gepflogenheiten Österreichs hinweisen. Das tut auch das Lied "I hab ja von da Summaszeit" mit einer am Schluss hinschmelzenden Violine. Nach der Zugabe "Vom schönen Karl" endete ein Abend, der allen Anwesenden großen Musikgenuss und Freude an den Texten bereitet hatte.